Strahlenschutz in der Feuerwehr

Die Aufgaben der Feuerwehr sind sehr vielseitig, Retten - Löschen - Bergen - Schützen. Darunter fallen auch Einsätze mit ABC-Gefahren. Unter ABC-Gefahren versteht man den Schutz vor Auswirkungen von atomaren (A), biologischen (B) und chemischen (C) Gefahren für Menschen, Tiere und die Umwelt. Atomare Strahlung ist eine enorme Gesundheitsgefahr für alle Lebewesen und stellt für die Feuerwehr eine besondere Herausforderung dar, denn Radioaktivität ist mit den menschlichen Sinnesorganen nicht wahrnehmbar. Radioaktivität kann man weder schmecken, riechen, hören noch sehen. Im Gegensatz zu biologischen und chemischen Gefahren lässt sich die Radioaktivität mit Messgeräten allerdings sehr gut messen bzw. nachweisen. Radioaktive Stoffe können fest (Staub, Partikel), flüssig (Lösungen) oder auch gasförmig (Dämpfe) sein. Der Strahlenschutz ist als Sondereinheit bei der Lustnauer Feuerwehr angesiedelt.

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Radioaktive Strahlung im Alltag

Radioaktivität ist allgegenwärtig. Mit ihr kommen wir täglich in Kontakt. Glauben Sie nicht? Doch, denn wir haben es unser Leben lang mit der natürlichen Strahlung unserer Erde zu tun. Die natürliche Strahlung stellt aber auf Grund ihrer niedrigen Dosis keine Gefahr für uns dar. Höher dosierte radioaktive Strahlung findet allerdings heutzutage in Forschung, Technik und Medizin ihre Verwendung. Auch bei einem Verkehrsunfall können wir mit der radioaktiven Strahlung in Berührung kommen, denn jährlichen finden auf Deutschlands Straßen ca. 800.000 Transporte mit radioaktiven Materialien und Gegenständen, wie z.B. medizinischem Kontrastmittel statt.

 

Ausbildung

Das Fachwissen rund um das Thema radioaktive Strahlung wird im Lehrgang „ABC-Einsatz“ vermittelt. Der Lehrgang findet an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal statt und umfasst zwei Wochen. Voraussetzung für den Lehrgang ist eine gesundheitliche Eignung sowie eine abgeschlossene Ausbildung zum Truppführer und Atemschutzgeräteträger.